Modelle von Dr. Thomas Kuhlmann

Schon mehrfach haben wir in dieser Rubrik Modelle des Ankerfreunds Dr. Tomas Kuhlmann vorgestellt. Die Bauwerke befinden sich alle im Ort Thomasroda – einem fiktiven Ort ganz in der Nähe von Rudolstadt.

Dieser Ort und seine Geschichte wachsen stetig und Herr Dr. Kuhlmann ist stets so freundlich, uns mit ausführlichen Details zu den einzelnen Bauten zu versorgen.

Eissalon „Thomaselli“

Unter anderem eröffnete am 11.11.2022 eine Eisdiele im Ort. Von manchen Erwachsenen aufgrund der Jahreszeit belächelt, sind sich die Kinder einig: „Eis geht immer!“ 😀

Unsere Kuppelsteine haben beim Ankerfreund die Assoziation an Eisbomben von Fürst Pückler hervorgerufen und die Farben der drei Kuppeln erinnern natürlich an die italienische Flagge. Schon war die Idee einer Eisdiele geboren.

Auch bei diesem Modell hat Dr. Kuhlmann wieder viel Liebe zum Detail gezeigt und natürlich darf auch ein zum Gebäude passendes Mosaik nicht fehlen! Selbst einen Straßenverkaufswagen gibt es!

Heiden-Kammer

Im rückwärtigen Teil des Friedhofes befindet sich ein kleines Gebäude, das im 19. Jahrhundert aufwendig restauriert wurde und in Thomasroda im Volke seit alters die »Heiden-Kammer« genannt wird. Hier lagern die Gebeine von Menschen aus der frühen Zeit der Stadt, nach der Gründung des Herzogthums Thüringen durch die Merowinger und wohl noch vor der Missionierung durch Bonifatius im 8. Jahrhundert. Diverse Umbauten stammen dann aus karolingischer Zeit. Dieses Ossarium in seinen Ursprüngen also noch aus germanischer Zeit ist stets ein besonderer Anziehungspunkt für Mediävisten aus aller Welt. Auf der Westseite wurde später im 9. Jahrhundert folgende wohlbekannte Inschrift angebracht, ein Zitat aus dem 2. Merseburger Zauberspruch: bên zi bêna (Knochen zu Knochen).

Forsthaus

Ganz im Nordwesten von Thomasroda, am Rande des heutigen Khnopff-Parkes, wurde im Jahr 1900 das Forsthaus gebaut. Dort stand aus früheren Zeiten eine alte Klause, die der Reise-Schriftsteller August Trinius auf seiner Wanderung durch das Saaletal anlässlich seines Aufenthaltes in Thomasroda aufgesucht hatte. Der Weg dorthin heißt deshalb auch heute noch »An der Trinius-Klause«. Der erste Förster im neuen Forsthaus war der fürstliche Forstmeister Hubertus von Apolda. Für sein rastloses Wirken für die Thüringer Forsten erhielt Forstmeister Hubertus von Apolda im Jahre 1909 als Auszeichnung die »Goldene Saale-Wald-Eichel«, hier im Bild als Zierde des Forsthauses.

Wir danken vielmals für die Bereitstellung der Bilder und der zugehörigen Geschichten!

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